Einführung: Sinkende Datenqualität verstehen und richtig einordnen

Dennis Rudolf
September 9, 2025

Marketingverantwortliche stehen vor einer zentralen Herausforderung: Daten werden weniger, fragmentierter und unzuverlässiger. Strengere Datenschutzvorgaben wie DSGVO und TTDSG sowie technologische Veränderungen – etwa iOS 14.5, Adblocker und browserseitiger Tracking-Schutz – erschweren den Zugriff auf verlässliche Signale erheblich.

Die entscheidende Frage lautet heute:

Wie lassen sich belastbare Entscheidungsgrundlagen sichern, ohne Datenschutz zu kompromittieren?

Warum Datenqualität zunehmend leidet

Mehrere Faktoren wirken gleichzeitig auf moderne Tracking-Setups ein:

  • Datenschutzvorschriften
  • Höhere Einwilligungsanforderungen reduzieren verfügbare Datenpunkte.
  • Technische Einschränkungen
  • iOS 14.5, ATT und Browser-Schutzmechanismen begrenzen kanal- und plattformübergreifendes Tracking.
  • Verändertes Nutzerverhalten
  • Steigendes Datenschutzbewusstsein und Adblocker senken messbare Interaktionen.

Unternehmen, die sich früh an diese Realität anpassen, können daraus einen Wettbewerbsvorteil entwickeln – durch smartere, resilientere Datenstrategien.

Die Auswirkungen von iOS 14.5 & App Tracking Transparency

Mit iOS 14.5 hat Apple App Tracking Transparency (ATT) eingeführt. Nutzer müssen aktiv zustimmen, bevor Tracking erfolgen darf. Dadurch wird der Einsatz der IDFA stark eingeschränkt – mit direkten Folgen für Marketer:

  • Geringere Datenpräzision über Kanäle und Kampagnen hinweg
  • Eingeschränktes Targeting und weniger personalisierte Ausspielung
  • Mehr Unsicherheit bei Messung, Attribution und Budgetallokation

Viele Unternehmen reagieren darauf mit ineffizienten Werbeausgaben, weil nicht mehr klar erkennbar ist, welche Maßnahmen tatsächlich performen. Transparenz entlang der Customer Journey wird damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Warum First-Party-Tracking heute unverzichtbar ist

First-Party-Tracking – also die Datenerhebung über eigene Domains oder Apps – ist zum Fundament moderner Datenstrategien geworden. Im Gegensatz zu Third-Party-Tracking verbleiben die Daten im eigenen Ökosystem.

Vorteile von First-Party-Tracking:

  • Stabilere Datenqualität für Analyse und Optimierung
  • Mehr Vertrauen durch direkte Datennutzung durch die Marke
  • Bessere regulatorische Kontrolle, sofern Einwilligungen korrekt vorliegen

Wichtig: First-Party-Tracking umgeht weder ATT noch IDFA-Beschränkungen. Es schafft jedoch Klarheit, Kontrolle und Transparenz innerhalb eigener Kanäle.

Datenschutzresiliente Tracking-Ansätze

Zukunftsfähiges Tracking muss technisch robust und rechtlich sauber sein. Wichtige Bausteine sind:

First-Party-Cookies

  • Werden innerhalb der eigenen Domain gesetzt
  • Weniger anfällig für Browser-Blockaden
  • Ermöglichen Echtzeit-Erfassung und bessere Datenhoheit

Fingerprinting (verantwortungsvoll eingesetzt)

  • Kann Stabilität bieten, wenn Cookies eingeschränkt sind
  • Arbeitet mit anonymisierten, gerätebezogenen Signalen
  • Darf nicht als Umgehung von Datenschutzvorgaben eingesetzt werden

Diese Ansätze ergänzen sich – sie ersetzen keine Einwilligung, sondern erhöhen die Resilienz der Datenstrategie.

Datenschutzvorgaben als Teil der Datenstrategie

DSGVO und TTDSG sind nicht verhandelbar. Erfolgreiche Datenstrategien stellen sicher:

  • Sauberes Consent-Management mit aktiver Einwilligung
  • Transparente Kommunikation zur Datennutzung
  • Sichere Verarbeitung nach klaren Standards

Tracify unterstützt Unternehmen dabei durch:

  • Vollständig anonymisierte Datenverarbeitung
  • Granulares Consent-Handling nach rechtlichen Anforderungen
  • Eine konsequente Privacy-by-Design-Architektur

So wird Datenschutz vom Risiko zum strategischen Vorteil.

Case Study: Datenqualität nach iOS 14.5 wiederherstellen

Die D2C-Marke Bedrop stand nach iOS 14.5 vor massiven Herausforderungen bei Attribution und Budgetsteuerung. Unklare Daten erschwerten die Skalierung profitabler Kampagnen.

Durch den Einsatz von First-Party-Tracking und KI-gestützter Attribution mit Tracify erreichte Bedrop:

  • Volle Transparenz entlang der Customer Journey
  • Intelligentere Budgetentscheidungen auf Basis stabiler Daten
  • Skalierbares Wachstum, von 30.000 € auf über 300.000 € Werbebudget pro Monat

Die Case Study zeigt, wie datenschutzresiliente Technologien nicht nur Datenqualität sichern, sondern nachhaltiges Wachstum ermöglichen.

Fazit: Datenschutzresiliente Daten als Wachstumstreiber

Moderne Unternehmen müssen Datenschutz und Performance miteinander vereinen.

First-Party- und datenschutzresiliente Tracking-Ansätze zeigen den Weg nach vorn: compliant, transparent und belastbar.

Tracify unterstützt Marken mit:

  • Verlässlichen Echtzeitdaten für bessere Entscheidungen
  • DSGVO- & TTDSG-konformem Tracking
  • KI-gestützter Attribution, die echten Impact sichtbar macht

So meistern Unternehmen die Komplexität moderner Datenschutzanforderungen – und schaffen die Grundlage für effiziente Budgets, klare Entscheidungen und nachhaltiges Wachstum.

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