Glossar

Tracify Glossar

Jedes Update bringt dich näher an verlässliche Daten und vollständige Customer Journeys. Hier hältst du fest im Blick, wie Tracify wächst – von kleinen Verbesserungen bis zu großen Feature-Releases.

Adstock (Carryover-Effekt)

Adstock, auch Carryover-Effekt, beschreibt, dass Werbewirkung nicht nur am Tag der Ausspielung entsteht, sondern verzögert wirkt und über die Zeit abklingt. Im Marketing Mix Modeling wird dieser Nachhall modelliert, um die tatsächliche Wirkung eines Kanals nicht zu unterschätzen.

AOV (Average Order Value)

Der AOV (Average Order Value) ist der durchschnittliche Umsatz pro Bestellung in einem Zeitraum. Ein höherer Bestellwert amortisiert die Akquisekosten schneller und ist damit ein zentraler Profitabilitäts-Hebel.

ATT (App Tracking Transparency)

App Tracking Transparency (ATT) ist Apples Regelung, nach der App-übergreifendes Tracking auf iOS seit 2021 eine aktive Zustimmung des Nutzers erfordert. Ein großer Teil der Nutzer lehnt ab, wodurch plattformbasierte Attribution auf iOS lückenhaft wird.

Attributionsfenster

Das Attributionsfenster (Lookback-Fenster) ist der Zeitraum, innerhalb dessen eine Conversion einem vorausgehenden Klick oder View zugerechnet wird. Unterschiedliche Fenster sind ein Hauptgrund, warum Plattformen abweichende Conversion-Zahlen zeigen.

Attributionsmodell

Ein Attributionsmodell ist die Regel, nach der der Wert einer Conversion auf die beteiligten Kontaktpunkte verteilt wird. Gängige Modelle sind Last-Click, First-Click, Linear, Time-Decay, Position-Based und datengetriebene Modelle – jedes gewichtet Touchpoints anders.

Break-even ROAS

Der Break-even ROAS ist der ROAS-Wert, ab dem eine Kampagne kostendeckend arbeitet – der Kehrwert der Deckungsbeitragsmarge. Er darf nicht auf die Bruttomarge, sondern muss auf den Deckungsbeitrag gerechnet werden, sonst wirkt eine Kampagne profitabler als sie ist.

CAC (Customer Acquisition Cost)

Der CAC (Customer Acquisition Cost) sind die Kosten, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Der Nenner sind Neukunden, nicht Bestellungen. Ein belastbarer CAC enthält neben dem Werbebudget auch anteilige Personal-, Tool- und Agenturkosten.

Client-Side-Tracking

Client-Side-Tracking bedeutet, dass ein Event direkt aus dem Browser des Nutzers an die Plattform gesendet wird – meist per Pixel. Es ist einfach umzusetzen, aber anfällig für JavaScript-Fehler und, als erkennbarer Dritt-Aufruf, für Ad- und Cookie-Blocker.

CLV / LTV (Customer Lifetime Value)

Der Customer Lifetime Value (CLV/LTV) ist der Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung erzeugt. Entscheidend ist die margenbasierte Berechnung – ein umsatzbasierter LTV überschätzt den Kundenwert und ist mit dem CAC nicht vergleichbar.

Consent-freies Tracking

Consent-freies Tracking bezeichnet Verfahren, die ohne aktive Einwilligung des Nutzers auskommen, weil sie keine einwilligungspflichtigen Gerätezugriffe oder personenbezogenen Daten für Marketing nutzen. Es ist eine enge, rechtlich zu prüfende Konstellation und kein automatischer Nebeneffekt von Server-Side-Tracking.

Consent Mode v2

Consent Mode v2 überträgt den Einwilligungsstatus des Nutzers über vier Signale an Google-Tags. Bei Ablehnung werden im Advanced-Modus cookielose Pings gesendet, aus denen Google Conversions modelliert – diese Schätzungen ersetzen aber keine vollständige Datenbasis.

Conversion Rate (CVR)

Die Conversion Rate (CVR) ist der Anteil der Sitzungen, die zu einer Bestellung führen. Der Nenner – Sitzungen oder eindeutige Nutzer – muss einheitlich sein, sonst sind Werte nicht vergleichbar.

Conversions API (CAPI)

Die Conversions API (CAPI) überträgt Events server-zu-server an eine Werbeplattform, parallel zum Browser-Pixel. Sie holt Events zurück, die client-seitig verloren gehen, ersetzt das Pixel aber nicht und erfordert eine saubere Deduplizierung.

Conversion Tracking

Conversion Tracking ist der technische Prozess, mit dem eine wertvolle Nutzeraktion – Kauf, Lead, Anmeldung – erfasst, an ein Mess- oder Werbesystem übertragen und einer Quelle zugeordnet wird. Es ist die Datenbasis, auf der Attribution und jede Budgetentscheidung aufsetzen.

Cookieless Tracking

Cookieless Tracking bezeichnet Methoden, die Nutzeraktionen ohne klassische Cookies erfassen – etwa über server-seitige First-Party-Erfassung, gehashte First-Party-Daten oder aggregierte Modelle. Es ist eine Antwort auf Browser-Blockaden und die kurzen Laufzeiten von Cookies.

CPO (Cost per Order)

Der CPO (Cost per Order) sind die Marketingkosten pro generierter Bestellung, unabhängig davon, ob Neu- oder Bestandskunde. Bei vielen Wiederkäufern liegt der CPO deutlich unter dem CAC – beide zu verwechseln unterschätzt die Akquisekosten.

Customer Journey

Die Customer Journey ist die Abfolge aller Kontaktpunkte, die ein Nutzer von der ersten Wahrnehmung bis zum Kauf und darüber hinaus durchläuft. Sie zu erfassen ist die Voraussetzung dafür, den Beitrag einzelner Kanäle korrekt zu bewerten.

Data-Driven-Attribution (DDA)

Die Data-Driven-Attribution (DDA) verteilt Conversion-Werte anhand von aus aggregierten Conversion-Pfaden gelernten Gewichten – so arbeiten etwa die Standardmodelle großer Werbe- und Analyseplattformen. Sie lernt Korrelationen, misst aber nicht die kausale Inkrementalität einzelner Touchpoints.

Deckungsbeitrag (DB)

Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn verbleibt. Im E-Commerce wird er gestaffelt (DB1 nach Wareneinsatz, DB2 nach Auftragskosten, DB3 nach Marketing) – die Staffelung ist nicht genormt.

Deduplizierung (event_id)

Die Deduplizierung verhindert, dass dasselbe Event aus Pixel und Conversions API doppelt gezählt wird. Meta dedupliziert über event_id und event_name und behält das zuerst eingegangene Event. Fehlt die event_id, zählt die Conversion doppelt.

Enhanced Conversions

Google Enhanced Conversions ergänzen ein bestehendes Conversion-Tag um gehashte First-Party-Daten wie die E-Mail-Adresse, die mit eingeloggten Google-Konten gematcht werden. So werden Conversions zurückgewonnen, bei denen das Cookie-Matching gescheitert ist.

Event Match Quality (EMQ)

Die Event Match Quality (EMQ) misst bei Meta, wie gut ein übertragenes Event einer Person zugeordnet werden kann – von Poor bis Great. Sie steigt mit der Zahl der gehashten Kundenparameter. Ein Event, das nicht gematcht werden kann, liefert keine attribuierte Conversion.

Fingerprinting

Fingerprinting erkennt ein Gerät anhand einer Kombination technischer Merkmale wie Browser, Betriebssystem und Auflösung, ohne einen Cookie zu setzen. Ein Fingerprint gehört immer nur zu einem Gerät – ohne gutes Matching bleiben geräteübergreifende Journeys unvollständig.

First-Party-Cookie

Ein First-Party-Cookie wird über die Domain des Websitebetreibers selbst gesetzt und dient der Wiedererkennung des Nutzers auf dieser Seite. Weil er nicht als Dritt-Tracker erkennbar ist, wird er von Browsern und Blockern weniger stark eingeschränkt als ein Third-Party-Cookie.

Geo-Lift

Ein Geo-Lift-Test ist ein Inkrementalitäts-Experiment, bei dem Werbung in bestimmten Regionen ausgespielt und in vergleichbaren Regionen ausgesetzt wird. Aus dem Unterschied lässt sich der kausale Beitrag eines Kanals ableiten – auch ohne granulares Nutzer-Tracking.

Hybrid-Tracking

Hybrid-Tracking kombiniert mehrere Erfassungswege, um möglichst viele Touchpoints einer Customer Journey zu erfassen – client- und serverseitig. Tracifys patentiertes, nach eigenen Angaben consent-freies Hybrid-Tracking erreicht laut Tracify eine Tracking-Rate von nahezu 100 Prozent über 30 Tage.

Incrementality Testing

Incrementality Testing misst den kausalen Effekt einer Marketingmaßnahme, indem eine Testgruppe mit Werbung gegen eine vergleichbare Kontrollgruppe ohne Werbung verglichen wird. Es gilt als Goldstandard, um echte Inkrementalität nachzuweisen.

Inkrementalität (Incrementality)

Die Inkrementalität misst den zusätzlichen Umsatz oder die zusätzlichen Conversions, die eine Marketingmaßnahme wirklich verursacht – also das, was ohne die Maßnahme nicht passiert wäre. Sie unterscheidet echten kausalen Beitrag von bloßer Korrelation.

ITP (Intelligent Tracking Prevention)

Intelligent Tracking Prevention (ITP) ist Apples Tracking-Schutz in Safari, der unter anderem client-seitig gesetzte Cookies auf sieben Tage begrenzt und Third-Party-Cookies blockiert. Conversions, die nach diesem Fenster stattfinden, erscheinen oft als Direct oder unattribuiert.

KI-Matching

Das KI-Matching führt einzelne, fragmentierte Signale mithilfe künstlicher Intelligenz zu einer durchgängigen Customer Journey zusammen. Es ist entscheidend, weil kein Erfassungsverfahren für sich vollständig ist und gerätegebundene Merkmale wie Fingerprints immer nur zu einem Gerät gehören.

Last-Click-Attribution

Die Last-Click-Attribution schreibt die gesamte Conversion dem letzten Kontaktpunkt vor dem Kauf zu. Sie ist einfach, überbewertet aber Kanäle am Ende des Funnels und ignoriert alle vorbereitenden Touchpoints der Customer Journey.

LTV:CAC-Verhältnis

Das LTV:CAC-Verhältnis setzt den Kundenwert ins Verhältnis zu den Akquisekosten und misst die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Als Faustregel gilt etwa 3:1 als gesund; unter 1:1 verliert jeder Neukunde Geld.

Marketing Attribution

Marketing Attribution ordnet einer Conversion den Beitrag der vorausgehenden Kontaktpunkte zu und beantwortet die Frage, welcher Kanal einen Verkauf wirklich gebracht hat. Sie ist die Gewichtung auf den erfassten Tracking-Daten – ohne vollständige Daten verteilt sie nur ein unvollständiges Bild.

Marketing Mix Modeling (MMM)

Marketing Mix Modeling (MMM) ist eine statistische Methode, die aus aggregierten, historischen Daten den Umsatzbeitrag jedes Marketingkanals schätzt – ohne Cookies oder personenbezogene Daten. Es optimiert die Verteilung eines gegebenen Budgets und ist robust gegen Tracking-Signalverlust, aber langsam und aggregiert.

MER (Marketing Efficiency Ratio)

Die MER (Marketing Efficiency Ratio), auch Blended ROAS, setzt den Gesamtumsatz ins Verhältnis zu den gesamten Marketingkosten – über alle Kanäle und ohne Attribution. Sie ist robust gegen Messfehler, sagt aber nicht, welcher Kanal wirkt.

Multi-Touch-Attribution (MTA)

Die Multi-Touch-Attribution (MTA) verteilt den Wert einer Conversion auf mehrere Kontaktpunkte der Customer Journey statt auf einen einzigen. Sie arbeitet nutzerbasiert und ist damit auf trackbare, digitale Kontaktpunkte angewiesen.

Paragraf 25 TDDDG

Paragraf 25 TDDDG regelt in Deutschland, dass das Speichern und Auslesen von Informationen auf dem Endgerät – etwa Cookies – eine vorherige, aktive Einwilligung braucht, sofern es nicht technisch unbedingt erforderlich ist. Marketing- und Analyse-Tracking zählt nicht dazu und ist damit einwilligungspflichtig.

ROAS (Return on Ad Spend)

Der ROAS (Return on Ad Spend) misst den Umsatz, der pro eingesetztem Werbe-Euro erzielt wird. Er wird meist auf Kanal- oder Kampagnenebene berechnet und ist attributionsabhängig. Ob ein ROAS profitabel ist, entscheidet die Deckungsbeitragsmarge, nicht der Wert allein.

Server-Side-Tracking

Server-Side-Tracking bedeutet, dass Events von deinem eigenen Server statt aus dem Browser an die Plattform-API gesendet werden. In Kombination mit einer First-Party-Integration wird es seltener von Blockern gestoppt und ist unabhängiger von kurzlebigen Cookies – die Einwilligungspflicht ersetzt es aber nicht.

Third-Party-Cookie

Ein Third-Party-Cookie wird über eine fremde Domain gesetzt und ist als Dritt-Tracker erkennbar. Safari und Firefox blockieren ihn standardmäßig, in Chrome funktioniert er weiterhin – das oft angekündigte Cookie-Aus ist ausgeblieben.

Touchpoint

Ein Touchpoint (Kontaktpunkt) ist jede Interaktion eines Nutzers mit einer Marke auf dem Weg zum Kauf – etwa eine Anzeige, ein Klick, ein E-Mail-Öffnen oder ein Website-Besuch. Ein Touchpoint, der nicht erfasst wird, kann keiner Journey zugeordnet werden.

Verhaltensbasierte KI-Attribution

Die verhaltensbasierte KI-Attribution bewertet jede Customer Journey anhand des tatsächlichen Nutzerverhaltens und misst den echten kausalen Beitrag – die Inkrementalität – jedes Touchpoints, statt nur gelernte Korrelationsgewichte zu verteilen. Das ist Tracifys Ansatz und eine eigene Kategorie gegenüber datengetriebener Attribution.

Warenkorbabbruchrate

Die Warenkorbabbruchrate ist der Anteil der angelegten Warenkörbe, die nicht in einem Kauf enden. Über viele Studien hinweg liegt der Durchschnitt bei rund 70 Prozent, auf Mobilgeräten höher als am Desktop.

Für E-Commerce & Lead Generation Unternehmen

Tausende Performance Marketer steuern ihre Budgets bereits mit Tracify

Zertifiziert. Consentfrei. Made in Germany.

Zwölf Abzeichen von OMR Reviews, abwechselnd in den Kategorien LEADER und TOP RATED für Marketing Attribution, Web Analytics, Conversion Tracking und Digital Analytics, nummeriert von Q1/24 bis Q4/25.